Über Backnang gelangen wir zum Heslachhof, einem Weiler auf der Markung von Oberbrüden. Eine Bäuerin erzählt uns dort von ihren Schafen, als wir sie nach einem Parkplatz fragen. Wir kommen ins Plaudern und sie weist uns den Weg zum Waldrand. Ohne diese „Einladung“ hätten wir es nicht gewagt, auf einem Wirtschaftsweg so weit hoch zu fahren.
Der Weiler Heslachhof und dahinter Häuser und der Kirchturm von Oberbrüden. (Über die Kirche später mehr)Jetzt geht’s los. In das Weissachertal hinein. Aus dieser Region versorgten sich die Truppen der Kastelle des Limes mit Lebensmitteln. Nach der Vertreibung der Römer im Jahre 259 n. Chr. und nach der Völkerwanderung besiedelten Alamannen (frühmittelalterliches germanisches Volk) das Gebiet. (Kompass Wanderführer)Der Kompass Wanderführer heißt diese rote Schranke als erstes Erkennungsmerkmal unserer 10 km langen Rundwanderung mit ca. 225 m Auf- und 225 m Abstieg.Der Hundeführer läuft voran. Als Wandergenießerin und Fotografin bleibe ich dahinter, damit ich nicht ständig über die Leine des immer nach ganz vorn drängenden Hundes stolpere.Vom breiten Waldweg biegt beim „Blauen Punkt“ der Trail ab ins Ungewisse.Rechts und links.Der Weg will auch durch Matsch erwandert werden.Aufwärts.Abwärts. Rinnsale machen Vorfreude auf den Hörschbachwasserfall.Doch erst geht’s noch weiter aufwärts.Aus dem Wald heraus im Trailhöfle angekommen.Den Blauen Punkt nicht aus dem Blick verlieren.Durchs Trailhöfle.Die Richtung stimmt schon mal …Blick zurück, hier runter gings …… zum Wasserfall mit Picknickstelle.Eindrucksvolle Schichten des Keupers (Hassberge-Formation, Kieselsandstein). Typische Merkmale der Erosion, darunter harte Wasserfallstufen, steile Felswände, Hohlkehlen sowie Ablagerungen von Kalktuff. (KI)Abenteuerlich und spannend.Der Hörschbach in einer ca. 2 km langen Schlucht und ein etwa 6 km langer Zufluss der Murr.Schön auch für den Hund.Nach uns folgt eine große Wandergruppe; rasch marschieren wir weiter …… und wieder mal aufwärts.Ganz plötzlich – mit dem Blick auf diesen Baum – habe ich das ergreifende Gefühl, wie schön doch unser heutiger Ausflug ist 🙂Mein mystischer Baum nochmals von der anderen Seite besehen.Bemooste Wurzeln.Schmaler Weg mal wieder bergan.Gerade aus dem Wald getreten, auf 497 m Höhe, liegt …… Trailhof mit ca. 30 Gebäuden auf einer Rodungsinsel von etwa 40 – 60 ha, was einem Ausmaß ca. von 1 km auf 0,5 bis 0,8 km entspricht.Das Wahrzeichen von Trailhof ist der markante Wasserturm: 1940 erbaut, Stahlbeton mit Holzverkleidung, 7 m Höhe.Hinterm Bretterzaun, in ihrem Garten werkelnd, freundliche Anwohner, die uns mit Wegbeschreibungen helfen, eine Abkürzung zu finden. Die 10 km lange Tour kürzen wir runter auf ca. 7 km.Der Preis der Abkürzung sind unebene, verwildert alte Rodungswege.Abwärts.Wieder aus dem Wald heraus, nahe unseres Parkplatzes.So weit ist die Natur hier – eine Woche vor Ostern im März 2026.Rundtour beendet, nun folgt der Abstecher zur Ortskirche nach Oberbrüden.Das Besondere ist der Standort. Die Peterskirche in Oberbrüden wurde urkundlich erstmals 1468 erwähnt.Österlich geschmückt ……Erstmals in diesem Blogbeitrag gesichtet, …… vor dem wunderschön geschmückten Oberbrüder Osterbrunnen 🙂