Ohne Moos nix los im Wald * – besonders schöne Tour im April 2026

* Infos zum Titel von „Aktion Baum gGmbH“ entnommen.

Unsere heutige Rundstrecke im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald beginnt am Waldparkplatz Schadberg, an der Straße zwischen Welzheim und Gschwend. Alsbald befinden wir uns auf dem Rottalweg.
Die Blinde Rot schlängelt sich entlang des Weges, …
… durch saftige Wiesen.
Lebensraum für Pflanzen, Insekten und Kleintiere, …
… und jede Menge Raum zum Laufen …
… oder Ausruhen.
War mal eine Wasserstelle mit zerbrochenem Stein fürs Zulaufrohr.
Der Hagerwaldstausee, den wir jetzt erreicht haben.
Dieses Hochwasserrückhaltebecken des Wasserverbandes Kocher-Lein umwandern wir an seinem rechten Ufer.
Der Hund kann’s nicht lassen …
… und ist vor dem Überqueren …
… kurz mal eingetaucht. Jetzt guckt er verdutzt.
Der See ist etwa 370 m lang, an der breiten Ausbuchtung an seiner westlichen Seite ca. 100 m breit und max. 10 m tief.
Oberhalb der Staumauer, prächtiges Wanderwetter mit viel Sonne.
Hinter der Staumauer, die in die Jahre gekommene Wohnwagenkolonie. Kann man mögen, muss man aber nicht.
Nachdem wir die Wohnwagenstätte an ihrem linken Rand entlangliefen, die Fahrstraße des kleinen Ortes Hüttenbühl überquert haben und noch ein Stückchen weiter gingen, liegt schon der Hüttenbühlstausee vor uns.
Dem Hund gefällt’s mal wieder am Wasser.
Vom Hüttenbühlstausee nun entlang der Schwarzen Rot, …
… schrecken wir unbeabsichtigt eine Ente auf (sieht du sie?).
Leise mäandernd …
… von der Steinbrücke in den Bach, …
… das Erinnerungsfoto.
Weiter, immer weiter, …
… sind wir an der Hummelgautsche angekommen, …
… mit dem offiziellen Namen Vaihinghofer Sägemühle.
So sieht es im Innern aus.
Die Vaihinghofer Sägemühle wird bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. Sie entstand als Genossenschafts- oder Gemeinschaftsmühle ehemaliger freier Bauern. Die Genossen hatten ihre Anteile in Tagen pro Monat aufgeteilt. So viele Tage wie einer Anteile hatte, durfte er sägen, dann musste er dem nächsten Platz machen.
Die Bauern sägten ihr Holz hauptsächlich dann, wenn in der Landwirtschaft nicht viel Arbeit anfiel: im zeitigen Frühjahr, im Spätherbst und – wenn das Holz nicht gefroren war – im Winter. Zu diesen Zeiten war die Hummelgautsche oft bei Tag und bei Nacht in Betrieb, solange es eben Wasser gab. Die Hummelgautsche war bis Ende der 50er Jahre in Betrieb. (Textauszug von der Gemeinde Alfdorf)
Ein Stück nach der Hummelgautsche leuchtet uns schon die Heinlesmühle entgegen, die wir rasch durchwandern.
Von links nach rechts: vom Hagerwaldsee zum Hüttenbühlsee, an der Hummelgautsche vorbein, nun bei der Heinlesmühle, …
… wünscht sie uns viel Glück hinterher.
Toskanisch anmutende Wege.
Auch mal ein Stück auf hartem Wegebelag; Vorsicht, unvorhersehbare Fahrradfahrer im Affenzahn.
Wir erreichen ein schönes Waldstück und haben von dort aus einen herrlichen Blick auf die Menzlesmühle,
historisch Cronmühle genannt, ein Wohnplatz der Gemeinde Kaisersbach.
Halbschattige Wege und herrlicher Waldduft.
Im Unterholz überall Moose.
Holz als Wirtschaftsgut – auch hier.
Nimm dir Zeit und zähl die Jahresringe – ich komme auf weit über ein halbes Jahrhundert.
Lange in Ruhe und Würde gewachsen und dann in Minuten gefällt. Welch ein Irrsinn, auf der einen Seite.
Noch auf breitem Wirtschaftsweg, fehlt plötzlich der in unserer Wanderkarte verzeichnete Seitenpfad, …
… noch meinen wir, auf richtigem Wege zu sein, …
… Wildspuren, und die …
… unseres Hundes.
Überall wunderschönes weiches, saftig grünes Moos.
Gut 1.000 Moosarten gibt es deutschlandweit – knapp 700 findet man in Wäldern. Sie spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie als Nahrungsquelle und Lebensraum für verschiedene Tierarten dienen. (Wikipedia)
Moos ist eine der ältesten Pflanzenformen – da sind wir ganz jung dagegen.
Moose gelten als ein entscheidendes Bindeglied beim Übergang von wassergebundenen Pflanzen zu echten Landpflanzen. Eine der ersten Pflanzenformen, die vor etwa 450 Millionen Jahren den Sprung aus dem Wasser an Land wagten.
Unser einzigartig schöner, moosbewachsener Wanderpfad führte uns im Kreis wieder zum Ausgangspunkt unseres Waldwanderweges. Wir beenden damit unsere Wanderimpressionen.

Nun bleibt nichts anderes übrig, als auf dem schmalen Gehweg neben der gut befahrenen Landstraße die letzte halbe Stunde zurüchzulegen. Die erlebte Idylle im Mooswald war jeden Irrweg tausendmal wert 🙂

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