Von der Sensibilität und Ausdruckskraft der Frida Kahlo

erfahren wir bei einem Ausstellungsbesuch in Stuttgart im Februar 2026

Wir werden hineingenommen in ein Spektakel der multimedialen Superlative.
Im warmen Licht empfangen …,
… wozu brauche ich Füße, habe ich doch Flügel zum Fliegen.
Frida Kahlo, geboren am 06. Juli 1907 in Coyoacán – damals noch ein Vorort von Mexico City.
Prägende Mexikanische Geschichte und Kultur.
Das Ausbruchsjahr der Mexikanischen Revolution 1910, gibt Frida Kahlo später als ihr Geburtsjahr an.
Die schöne Frida.
Mit 7 Jahren erkrankt sie an Kinderlähmung. Mit 15 Jahren besucht sie eine staatliche Schule in Mexico City und lernt dort Diego Rivera kennen, der in der Schule ein Wandgemälde malt.
1925, mit 18 Jahren, macht Frida eine Lehre in der Radierwerkstatt des Druckers Fernando Fernández, der ein Freund ihres Vaters ist.
Am 17. September gerät sie von der Schule nach Hause in einen Busunfall. Sie erleidet Brüche der Wirbelsäule, des Beckens und Schlüsselbeins, beider Beine und weitere schwere Verletzungen.
Während der Zeit ihrer Genesung beginnt sie zu malen.
(Chronologie aus dem Buch „Frida Kahlo – gestaltetes Tagebuch“ Verlag Kindler)
Fridas Lebensgefühl.
Sie malt Selbstbildnisse …
… gezeigt mit illuminierenden Effekten auf großer Wandfläche im Repräsentationsraum der Ausstellung.
Der Kunstraum der Ausstellung mit ständig wechselnden Projektionen, …
… hier lässt es sich Staunen.
Vier Jahre nach der schicksalhaften Busfahrt, nach ihrem 22. Geburtstag 1927, heiraten Frida Kahlo und Diego Rivera.
Ein Jahr davor integriert Rivera Frida Kahlo in sein Fresco „Die Erhebung“, das er im Ministerium für Erziehung gestaltet.
Frida Kahlo tritt in die Kommunistische Jugendliga ein. Beide bleiben zeitlebens politisch.
Frida Kahlo mit ihrer jüngeren Schwester.
Kahlos erste öffentliche Ausstellung wird 1931 in San Francisco gezeigt, zu der sie und Rivera nach New York einschiffen.
Im April 1932 reisen Kahlo und Rivera nach Detroit, wo Rivera im Auftrag der Ford Motor Company ein Wandgemälde malen soll.
Anfang Juli 1932 erleidet Frida eine Fehlgeburt und 1934, nach einer Blinddarm-OP, noch eine weitere Fehlgeburt.
Im Sommer 1934 trennt sich das Paar, nachdem Frida erkennt, dass Rivera eine Affäre mit ihrer Lieblingsschwester Cristina unterhält.
Nach der Trennung reist Frida zusammen mit Anita Brenner nach New York.
Anita Brenner war eine einflussreiche Kunstkritikerin, Autorin und Forscherin, die
als wichtige Vermittlerin der mexikanischen Kunstszene zur internationalen Bekanntheit von Kahlo und Rivera beitrug.
1936 Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges. Kahlo und Rivera solidarisieren sich mit den Republikanern, sammeln Geld für Mexikaner, die gegen Francos Armee kämpfen.
1937, Frida ist 30 Jahre alt, kommt Leo Trotzki (Russischer Revolutionär) nach Mexiko, wo ihm politisches Asyl gewährt wird – weitgehend durch Riveras Vermittlung. Trotzki und seine Frau wohnen eine Weile in Kahlos Blauem Haus.
Trotzki und Frida haben für einige Monate eine Liebesbeziehung.
1938 ersteht der amerikanische Schauspieler Edward G. Robinson vier Bilder von Frida Kahlo, ihr erster größerer Verkauf.
Sie zeigt eine Ausstellung mit 24 Bildern in New York und beginnt eine Liebesromanze mit dem bekannten Photographen Nickolas Muray.
Im Januar 1939 reist Frida Kahlo nach Paris. Die Freundschaft zwischen ihr und der amerikanischen Avantgarde-Buchbinderin Mary Reynolds ist Gegenstand der Ausstellung „Frida Kahlo’s Month in Paris“. Nach einem Klinikaufenthalt wegen einer Nierenentzündung erholt sich Frida in Reynolds Haus, einem Treffpunkt der Surrealisten. Sie begegnet Kandinsky, Picasso und vielen anderen aus dem Kreis der Surrealisten. Im März zeigt sie ihre Ausstellung „Mexique“, bei der auch andere Künstler Mexikanische Volkskunst präsentieren.
Sie reist nach New York, wo sie ihre Beziehnung zu Muray beendet.
Danach kehrt sie nach Mexiko zurück, im Dezember 1939 ist ihre Scheidung von Rivera amtlich besiegelt.
Im exhibitionroom schauen wir gespannt zurück auf Frida Kahlos Zeit und Wirken.
1940 wächst Frida Kahlos Ruhm als Künstlerin. Sie präsentiert Ausstellungen in Mexiko Stadt, San Franzisko, New York, Boston.
Im Dezember 1940 heiraten Rivera und Kahlo ein zweites Mal.
1943 erhält Frida Kahlo einen Lehrstuhl an der Schule für Malerei und Skulptur des Ministeriums für Erziehung in „Mexiko Stadt“. Ihre Lehrtätigkeit dort dauert zehn Jahre. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes hält sie den Unterricht in ihrem Haus statt.
Zuletzt kommen nur noch vier Studenten regelmäßig: Fanny Rabel, Arturo Garcia Bustos, Guillermo Monroy und Arturo Estrada.
Sie werden als „Los Fridos“ bekannt.
In den nächsten Jahren wird der körperliche Verfall Frida Kahlos immer deutlicher. Sie lässt Spinalpunktionen vornehmen, trägt die verschiedensten Korsetts und muss sich in den folgenden zehn Jahren schweren Operationen am Rücken und am Bein unterziehen.
Frida Kahlo beginnt ihr Tagebuch, das sie bis zu ihrem Tod führt.
1946 verleiht das Ministerium für Erziehung Frida Kahlo den Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft.
Gegen ihre Schmerzen werden ihr Morphine in hoher Dosierung verschrieben.
Am 13. Juli 1954 stirbt Frida Kahlo. Als offizielle Todesursache wird Lungenembolie angegeben, man vermutet Selbstmord.
1957 stirbt Diego Rivera an Herzversagen.
Es war eine hinreißende Ausstellung. Das unsägliche Leiden von Frida Kahlo wurde nicht durchgängig zum Thema gemacht,
vielmehr ihre intensive Ausdrucksweise. Ihr Motto war, bei aller Härte des Schicksals,
„Schmerz in Schönheit verwandeln“.
Wir dürfen die unglaubliche Wärme, Schönheit, Intensität und Kreativität nun mit uns tragen.
„Viva la Vida“ (Es lebe das Leben)

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