Teil IV: Langeoog (letzter Teil der Ostfrieslandreise)
Langeoog ist mit 12 km Länge, 20 Quadratkilometern Fläche und bis 20 m hohen Dünen ein Inselparadies. Besonders dadurch, dass die Insel autofrei gehalten wird. Sicherlich bis auf den Lieferverkehr und Wichtiges.

Die Überfahrt dauert eine knappe Stunde.

An der Lale Andersen (1905 – 1972) Bronzefigur spielt uns unsere Reiseleiterin den Song „Lili Marleen“ vor. Er wurde im zweiten Weltkrieg über den Soldatensender Belgrad europaweit für die Frontsoldaten jeweils zum Sendeschluss um 22 Uhr gespielt und auf deutscher und englisch-amerikanischer Seite begeistert gehört.
Die deutsche Version von Lili Marleen ist der erste Millionenseller der deutschen Schallplattengeschichte:
„Vor der Kaserne, vor dem großen Tor
Steht ’ne Laterne und steht sie noch davor
Dort wollen wir uns wiederseh’n
Bei der Laterne woll’n wir steh’n
Wie einst, Lili Marleen …..“

Das Wappen symbolisiert die Nordseenatur:
Blau steht für Himmel und Meer, weiße Wogen für die Kraft der Gezeiten, rote Segel für Seefahrt, Fischfang und Verbundenheit, schwebende Möwen für die typische Tierwelt und die Küstenvögel. Wir steigen kurz mal auf die Düne hoch, der Eingang ist verschlossen.










Nach der Besiedlung der Insel im 14. Jh. wird erst 1666 die erste Kirche erwähnt. Es folgten, je nach den Möglichkeiten und Bedürfnissen ihrer Zeit, drei weitere Ersatz-Kirchenbauten, die Weihnachtsflut 1717 zerstörte eine davon.
Die jetzige evangelische Kirche, 1890 fertiggestellt, ist nach derzeitiger Kenntnis somit der fünfte Bau eines Gottehauses auf der Insel.


Das Symbol des Schiffes steht in der christlichen Tradition für die Gemeinschaft der Gäubigen, außerdem mag es eine äußerst hohe Bedeutung für Menschen haben, die von Wasser umgeben und auf ihre Schiffe angewiesen sind.
Hier der Griff der Kircheneingangstür.

Unsere Reiseleiterin weist uns auf die weiteren drei Schiffssymbole hin. Siehst Du sie?

Seefahrer oder Fischer brachten als Erfüllung eines Versprechens nach der Rettung aus Seenot ein Votivschiff (Dank- und Opfergabe) in ein Gotteshaus.
Dieses Modell wurde 1893 von dem einheimischen Seemann Caspar Döring gebaut, der nach einem Unfall gelähmt war.


Das Kirchendach selbst, in der Form eines Schiffsrumpfes gebaut.


die frische bewegte Seeluft; eine autofreie Umgebung; der Dünenfriedhof; Denkmal, Wohn- und Bestattungsort einer zu ihrer Zeit überwältigend starken Sängerin; die Symbolkraft des „Schiffes“ für die Inselbewohner und ein Gespür für die rauhe Natur und Geschichte.
Begegnung mit unserem Gegenfährschiff Langeoog III.

Die Langeooger Seenotretter sichern das Revier im Wattenmeer zwischen der Insel und dem ostfriesischen Festland.
Durch die Gezeiten kann das Gebiet zeitweise trockenfallen, sodass Schiffe durch die gefährlichen Untiefen und widrigen Strömungsverhältnisse leicht fest kommen können. Neben dem Freischleppen von Schiffen erfordern Surfer, gekenterte Segler oder Wattwanderer Einsätze der Seenotretter. Auch Notfalleinsätze im Krankentransport von der Insel oder von Schiffen zum Festland gehören regelmäßig zu den Aufgaben. (Wikipedia)
