OSTFRIESLAND ruhig und beschaulich, extrem und manchmal sehr speziell.
Trockengelegte Moorgebiete im Süden, dann das Marschland, durch Deiche geschützt und durchzogen von Entwässerungsgräben und im Norden das Meer mit den Inseln. Abwechslung pur mit gleichzeitiger Entschleunigung.
Teil I: Papenburg und Westgroßefehn
Am ersten Tag der Reise besuchen wir mit einer Werksführung die Meyer Werftin Papenburg. Hier im großen Baudock der Werft wird parallel an mehreren Schiffen gebaut. Wir staunen nicht schlecht.Modulare Bauweise außen und …… bereits verkleidet, im Innern der Schiffe.Das Familienunternehmen in siebter Generation fertig innovative Kreuzfahrtschiffe. Z.B. ist die Quantum Klasse (es wurden bereits 17 Schiffe dieser Gruppe in Papenburg gebaut) mittels eines eigenen Satelliten immer online.Der Stahlbau läuft weitgehend voll automatisiert, auch das Handwerk für exakte Montage ist stets in vollem Einsatz.Die fertigen Schiffe gleiten vom Baudock in die Ems.Feierliche Stunde im Baudock.Der Durchmesser der Propeller am Heck beträgt bei der Quantum Klasse ca. sechs Meter.Das größte Garagentor der Welt. Der hintere Flügel wird beiseite geschoben, damit die Schiffe auslaufen können.Das geschlossene Werkstor in der Bildmitte. Die Fertigstellung eines Schiffes ist immer ein Fest wert.Auf dem Weg zur Nordsee werden mit exakter Manövrierfähigkeit zuerst die Brücken der schmalen Ems passiert.Das Ausdockmanöver erfolgt mit Unterstützung von Schleppern am Bug und am Heck des Schiffes. Nicht gleich zu erkennen. Das Schiff gleitet auf dem Kanal über die Autobahn. Papenburg hat Weltruf.Ein gewagter Sprung. Wir schlendern nun durch das beschauliche Städtchen Papenburg.Der alte Hafen mit historischen Schiffen.…Stille Gassen.Und wir warten draußen.Rückfahrt zum Hotel in Aurich über Westgroßefehn, die älteste Fehnsiedlung Ostfrieslands. (Fehn meint Moorgebiete) Schon 1633 begannen Emder Kaufleute zwecks Torfabbau mit dem Bau eines Kanals und der Trockenlegung der hiesigen Moorgebiete.Onken’s Mühle, ein zweistöckiger Galerie-Holländer, 1773 mit Müllerhaus als Getreidemühle erbaut. Sie ist weiterhin in Betrieb.Gegenüber gibt es Hundezubehör – dem Hundeblick kann ich nicht widerstehen und nehme ihn zum Abschlussbild für diesen Tag. Ein lecker Abendessen erwartet uns im Hotel, dabei „hebbt wi wat schnackt“. Die Meyer Werft in gigantischen Ausmaßen, das Städtchen Papenburg in seiner Beschaulichkeit und eine historische und noch im Betrieb befindliche Mühle haben mich sehr beeindruckt. Ein erster vielseitiger Tag.